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Deutsch-tschechischer Praxisworkshop "Geschichten aus einem verschwundenen Dorf"



Die verschwundenen Dörfer des deutsch-tschechischen Grenzkammes spiegeln die wechselvolle Geschichte des 20. Jahrhunderts in besonders einprägsamer Weise wider. Am konkreten Beispiel Grafenried / Lučina, gelegen an der Grenze zwischen Waldmünchen und Domažlice (dt. Taus), entdecken Passauer und Budweiser Studierende Geschichten des Grenzraumes direkt vor Ort und erzählen sie nach. Geschichten eines Dorfes, das in der Folge der Zwangsaussiedlung und des Eisernen Vorhangs von der Karte, aber nicht aus dem Gedächtnis der Menschen verschwunden ist.

An dem Praxisworkshop nehmen Studierende der Südböhmischen Universität Budweis und der Universität Passau teil. Mit Methoden des historischen Storytellings entwickeln sie – unterstützt von zwei Medienprofis – multimediale Geschichten über Grafenried / Lučina im 20. Jahrhundert. Auf Grundlage von Ortsbegehungen, Zeitzeugenbefragungen und umfangreichem Quellenmaterial entstehen grenzüberschreitende Geschichten. Dabei erweitern die Studierenden ihr historisches Wissen und erlangen praktische Medienkompetenz. 

Die Geschichten werden von der Stiftung Zuhören unter www.grenzgeschichten.net publiziert.   

Zeitlicher Ablauf:

  • 23. April, Passau: Technikkurse (Video-/ Audioaufnahme und –schnitt), 17 Uhr Abfahrt nach Waldmünchen
  • 24. April, Waldmünchen Exkursionen: Grafenried / Lučina und Grenzlandmuseum
  • 25. April, Waldmünchen: Ton- und Filmaufnahmen in Grafenried / Lučina
  • 26.-28. April, Passau: Arbeit im Zentrum für Medien und Kommunikation (ZMK)

Das detaillierte Programm finden Sie hier als pdf-Datei.

Die Kosten für zwei Übernachtungen mit Vollpension in Waldmünchen übernimmt das Projekt „Begegnungsraum Geschichte“.

Der Praxisworkshop steht verschiedensten Studiengängen offen.                                  Anmeldung ab 1.März 2018: Stud-IP. Nr. 4352 

 

 

| 23.02.2018