Fördermöglichkeiten für historische Projekte

Fördermöglichkeiten für historische Projekte

Projektförderung durch den Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (über den Adalbert Stifter Verein)

Für Schulprojekte zum Thema böhmische Kultur und Geschichte  - vor allem unter Einbeziehung der Kultur und Geschichte der Deutschen in den böhmischen Ländern - kann eine Förderung beim Kulturreferenten für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein beantragt werden. Der Kulturreferent ist Ansprechpartner für die Projektförderung, die vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien in Bonn vergeben wird.

Anträge auf Zuschuss sind im Interesse einer gründlichen Bearbeitung und eines rechtzeitigen Bewilligungsbescheids bis spätestens 5 Monate vor Projektbeginn beim Kulturreferenten einzureichen. Der Antrag muss neben einer Projektbeschreibung Informationen zum Antragssteller und konkrete Angaben zu Zeit, Ort, Programmablauf, Teilnehmerkreis des Projekts und zur bisherigen Förderung bei Folgeprojekten enthalten. Ein Budgetentwurf ist beizufügen.

Projektbeispiele (Es werden keine reinen Klassenfahrten gefördert, die Maßnahme muss Projektcharakter haben!):
- Theaterprojekte 
- Spurensuche 
- Literaturprojekte zu böhmischen deutschsprachigen Schriftstellern etc. 

Ansprechpartner:

Dr. Wolfgang Schwarz

Kulturreferent für die böhmischen Länder im Adalbert Stifter Verein e. V. 
Hochstraße 8, 81669 München 
Tel: +49 (0)89-622 716 -35, Fax: +49 (0)89-489 1148 
schwarz@stifterverein.de

www.stifterverein.de

EUREGIO Bayerischer Wald - Böhmerwald - Unterer Inn

Die Euregio ist ein grenzüberschreitender Zusammenschluß von Städten, Gemeinden, Landkreisen und Organisationen in Tschechien, Österreich und Bayern. Die wichtigsten Anliegen der Euregio sind grenzüberschreitende Völkerverständigung und Zusammenarbeit, dort wo 40 Jahre lang der Eiserne Vorhang verlief.

Das Fördergebiet umfasst in Bayern die Landkreise Passau, Freyung-Grafenau, Regen, Cham, Deggendorf, Straubing-Bogen, Regensburg sowie die Städte Straubing und Passau, und in Tschechien die Kreise Domažlice, Klatovy, Prachatice, Český Krumlov und Strakonice. 

Dazu gehört auch die Förderung grenzüberschreitender Projekte (bis max. 25 000 €) im Bereich Schule und Jugendarbeit aus dem Dispositionsfonds Bayern-Tschechien. Ebenso vergibt die Euregio zusammen mit weiteren Projektträgern Stipendien für ein Gastschuljahr an einer Schule im Nachbarland.

EUREGIO EGRENSIS

Die Euregio Egrensis koordiniert und fördert im Geiste guter Nachbarschaft und Freundschaft die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und Entwicklung zwischen Bayern, Sachsen, Thüringen und der Tschechischen Republik.

Die Euregio unterstützt den deutsch-tschechischen Austausch an Schulen durch die Kleinprojekteförderung (bis max. 25 000 €), das Jugendsommerlager und vor allem Gastschulaufenthalte im Nachbarland. Zielkreise sind in Bayern die Kreise Amberg-Sulzbach, Bayreuth, Hof, Kronach, Kulmbach, Neustadt a.d. Waldnaab, Schwandorf, Tirschenreuth, Wunsiedel i.F. sowie die kreisfreien Städte Amberg, Bayreuth, Hof und Weiden. In Tschechien umfasst die Euregio das Gebiet um Karlovy Vary, Sokolov, Cheb und Tachov.

Kontakt:
EUREGIO EGRENSIS Arbeitgemeinschaft Bayern e.V.
Fikentscherstr. 24, 95615 Marktredwitz

Tel. +49 (0) 9231/6692-0
www.euregio-egrensis.de

Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds

Auftrag des Zukunftsfonds ist es, auf vielfältige Weise die Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen zu fördern. Zu diesem Zweck bietet der Fonds finanzielle Unterstützung für Projekte aus beiden Ländern, die sich mit der deutsch-tschechischen Thematik auseinandersetzen. Ein Förderschwerpunkt ist der Bereich Jugend und Schulaustausch, bei dem besonders Schulpartnerschaften, Schülerbegegnungen und Freizeitaktivitäten in den Bereichen Sport und Kultur gefördert werden.

Weitere Informationen über die Arbeit Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds finden Sie auf der Internetseite des Fonds.

Kleinprojekteförderung im Jugendaustausch durch den Kinder- und Jugendplan des Bundes

Seit 2007 gibt es die Möglichkeit, im deutsch-tschechischen Jugendaustausch (gilt nicht für Schulaustausch!) Kleinprojekte aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans (KJP) des Bundes fördern zu lassen, auch solche, die nicht genau in die Anforderungen der Maßnahmenförderung des KJP passen. Der Förderhöchstbetrag beträgt 1000 Euro. Die Antragstellung erfolgt formlos über eine Kontaktstellen, z.B. über TANDEM.

Welche Kleinprojekte können gefördert werden?

- Projekte, die inhaltlich in engem Zusammenhang mit dem deutsch-tschechischen Jugendaustausch stehen.
- Die Voraussetzungen, die an eine Jugendbegegnung gestellt werden, müssen nicht vollständig erfüllt werden.

Beispiele: 
- Projekte, die der Anbahnung von neuen Partnerschaften dienen
- Druckerzeugnisse und Publikationen
- Ausstellungen, Konzerte und andere öffentliche Veranstaltungen

Ansprechpartner:

TANDEM - Koordinierungszentrum Deutsch-Tschechischer Jugendaustausch 
Maximilianstraße 7, D-93 047 Regensburg 
Tel.: +49 (0)9 41-5 85 57-0 (Sekretariat), Fax: +49 (0)9 41-5 85 57-22 
www.tandem-org.de/

TANDEM

Tandem bedeutet grenzüberschreitender Jugendaustausch zwischen Deutschland und Tschechien. Die Büros in Regensburg und Pilsen (Plzeň) arbeiten bundesweit sowie grenzüberschreitend und koordinieren und vernetzen Projekte der deutsch-tschechischen Jugendbegegnung. Das Tandem-Team unterstützt Lehrkräfte und Jugendleiter mit Interesse am Nachbarland. Im Schulbereich vermittelt Tandem Partnerschulen, berät und informiert bei der Planung und Finanzierung von deutsch-tschechischen Schulprojekten und Austauschen, bietet Arbeitsmaterialien für den Schulaustausch und regelmäßige Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer.

Geschichtswerkstatt Europa: Förderung internationaler Projekte zur europäischen Erinnerung

Das Programm Geschichtswerkstatt Europa der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft fördert internationale Projekte, in denen Studierende, Absolventinnen und Absolventen, NachwuchswissenschaftlerInnen und, Journalisten und Journalistinnen, KünstlerInnen sowie andere Akteure der Zivilgesellschaft im Alter von 18 bis 35 Jahren gemeinsam europäische Erinnerungskulturen analysieren. Ziel ist ein Dialog junger Europäer über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten nationaler, regionaler und lokaler Erinnerungen an die Gewalterfahrungen des 20. Jahrhunderts.

Insgesamt 52 internationale Projektteams forschten im Jahr 2009 zu "Schichten der Erinnerung" und 2010 zu "Pfade der Erinnerung" und präsentierten ihre Ergebnisse in Form von Interviews, Ausstellungen, Lehrmaterialien, Broschüren und Filmen. 

Unter dem Titel "Krieg, Nachkrieg, Kalter Krieg" forschen 2012 28 internationale Forschungstemas zu Erinnerungen an den Zweiten Weltkrieg im Zeichen des Neuanfangs (1945-1960). Eine Übersicht der laufenden Projekte finden Sie auf der Homepage der Geschichtswerktstatt.

Europeans for Peace

Förderprogramm für internationale Schul- und Jugendprojekte Europeans for Peace der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft.

Europeans for Peace fördert internationale Projektbegegnungen zwischen Schulen und Jugendorganisationen aus Deutschland und Mittel-, Ost- und Südosteuropa oder Israel. Zentrales Anliegen des Programms ist es, das Engagement junger Menschen für Frieden und Versöhnung in Europa und Israel zu stärken. Die beteiligten Jugendlichen sollten zwischen 14 und 21 Jahren alt sein. Gefördert werden Reise-, Unterbringungs- und Projektdurchführungskosten.

Ausführliche Informationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie auf der Internetseite des Programmes

Informationsplattform über Fördermittel für Geschichtsprojekte des Onlineportals "Lernen aus der Geschichte"

Die Website www.foerderung-geschichtsprojekte.de ist ein Angebot der Plattform für historisch-politische Bildung Lernen aus der Geschichte und bietet aktuelle Informationen zur Förderung von Geschichtsprojekten durch Stiftungen oder Mittel der öffentlichen Hand. Die Fördermöglichkeiten, z.B. für Seminare, Workcamps, Fortbildungen oder die Erarbeitung von Materialien, sind in einer Datenbank zusammengefasst und können durch verschiedene Suchkriterien erschlossen werden.

Der Verein Agentur für Bildung betreibt das gleichnnamige Webportal mit einer Vielzahl von Ressourcen zur Geschichte des 20. Jahrhunderts und engagiert sich darüber hinaus in weiteren Projekten der historisch-politischen Bildung. Das Portal bietet für Lehrerinnen und Lehrer Vorstellungen von Unterrichtsmaterialien, Webangeboten, historischen Fachbüchern, fachdidaktischen Publikationen, Filmen, Jugendbüchern, Podcasts und vielem mehr und kann so eine wertvolle Hilfe bei der Vorbereitung und Gestaltung der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit bieten.

COMENIUS

Comenius ist Teil des EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen in Deutschland. Es fördert die Mobilität von Schülerinnen und Schülern, Lehramtsstudierenden und Lehrkräften sowie das Erlernen moderner Fremdsprachen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa zu ermöglichen und weiter auszubauen.

Das Programm richtet sich vor allem an vorschulische Einrichtungen, Schulen bis zum Ende des Sekundarbereichs II und an Einrichtungen und Organisationen der Lehrkräfteaus-/-fortbildung und der Schulverwaltung. Zu den geförderten Aktivitäten zählen unter anderem multilaterale und bilaterale Schulpartnerschaften, die Mobilität von Schülern sowie Regio-Partnerschaften im schulischen Bereich zwischen Regionen und Gemeinden. Ebenso können auch Fortbildungskurse für Lehrkräfte im Ausland und Assistenzzeiten von Lehramtsstudierenden an Schulen im Ausland unterstützt werden. Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage.

Robert Bosch Stiftung

Die Robert Bosch Stiftung ist eine der größten unternehmensverbundenen Stiftungen in Deutschland und sie besteht bereits seit vierzig Jahren. Eine große Bandbreite stiftungseigener Programme und Projektideen in vielfältigen Programmbereichen werden initiiert. Im Zentrum stehen dabei neben Gesundheit und Wissenschaft oder Zukunftsfragen der Gesundheitsversorgung ebenso Bildung, Gesellschaft und Kultur sowie die Völkerverständigung. Die Stiftung fördert unter anderem Projekte wie das „Prager Literaturhaus“ oder die „Tschechische Bibliothek“. Im „Czech-German Young Professionals Program“ diskutieren zukünftige Entscheidungsträger aus Deutschland und Tschechien die Auswirkungen und Einflüsse der europäischen Integration.

Ziel ist es, ein dauerhaftes Netzwerk zukünftiger Führungskräfte aufzubauen und gegenseitiges Verständnis zu schaffen. Neuen Projektideen in den genannten Programmbereichen ist die Robert Bosch Stiftung sehr aufgeschlossen, sofern die Projektziele mit den Qualitätsstandards der Stiftung übereinstimmen. Ausgeschlossen ist bei Fremdprojekten jedoch eine rein institutionelle Förderung oder die Deckung von Etatlücken. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage der Stiftung.

Drei-Länder Gesellschaft

Die 1996 gegründete Drei-Länder Gesellschaft unterstützt gemeinsame grenzüberschreitende Aktivitäten des Südböhmischen Bezirks, Oberösterreichs und Niederbayerns. Dabei steht insbesondere die Vertiefung von Kontakten zwischen den genannten Regionen im Vordergrund. Unterstützt werden Veranstaltungen und gemeinnützige Projekte vielfältiger Art, die die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich Kultur, soziale Pflege, Ausbildung und Jugendarbeit fördern. Die Drei-Länder Gesellschaft ist eine gemeinnützige, juristische Person. Mitglieder sind Firmen, Organisationen und bedeutende Persönlichkeiten, die mit ihren Mitgliedsbeiträgen zum Budget der Gesellschaft beitragen und durch ehrenamtliches Engagement die Projekte und Aktivitäten unterstützen. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage.

Theodor-Heuss-Kolleg

Das Theodor-Heuss-Kolleg ist ein Programm der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V.. Es stärkt junge Menschen aus Ländern Mittel-, Ost- und Südosteuropas sowie des Kaukasus und Zentralasiens sich aktiv auf der Grundlage demokratischer Werte in ihre Gesellschaft einzubringen. Das Theodor-Heuss-Kolleg fördert die Kompetenzen junger Menschen im Bereich des ehrenamtlichen Projektmanagements und unterstützt sie in der Umsetzung eigener Projekte. Dies geschieht durch Fortbildungen zu den Themen Projektmanagement, Fundraising oder Kommunikation sowie durch Mentoring ehemaliger Kollegiatinnen und Kollegiaten. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage.

Centrum Bavaria Bohemia (CeBB)

Das Centrum Bavaria Bohemia befindet sich in Schönsee, einer kleinen Stadt in der nordöstlichen Oberpfalz. Seit der Eröffnung im Jahr 2006 fungiert das CeBB als Kulturdrehscheibe, Informationszentrum und Ansprechpartner für die bayerischen und tschechischen Nachbarregionen (Oberfranken, Oberpfalz, Niederbayern, Karlsbad, Pilsen und Südböhmen). Im Mittelpunkt des Engagements stehen Ausbau und Vertiefung der kulturellen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit in der Grenzregion.

Derzeit arbeitet das CeBB parallel an drei Projekten: „Kultur ohne Grenzen|Kultura bez hranic – Begegnung Bayern-Böhmen“, „Kulturelle Vielfalt Südböhmens zweisprachig online“ und „Impuls 2015“. Ziel des Projekts „Impuls 2015!“ beispielsweise ist es, eine grenzüberschreitende Vernetzung sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für die Europäische Kulturhauptstadt 2015, zu gewährleisten. Weitere Informationen über das Projekt finden Sie auf der Homepage des CeBB.

EU Ziel ETZ 2014-2020 (Interreg V)

Im Programm zur grenzübergreifenden Zusammenarbeit "Ziel ETZ 2014-2020 (Interreg V)" fördert die Europäische Union grenzübergreifende Projekte zwischen dem Freistaat Bayern und der Tschechischen Republik. In der Förderperiode 2014 bis 2020 stehen Fördermittel in Höhe von 103,4 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Programmes.

 

Geschichtswettbewerbe für Schülerinnen und Schüler

Der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

Seit 1973 möchte der Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten bewirken, dass sich die junge Generation stärker mit Geschichte auseinander setzt, die vor der eigenen Haustür stattgefunden hat – und die oft bis in die Gegenwart nachwirkt. Der methodische Zugriff wird durch das "forschende Lernen" und den "lebensweltlichen Bezug" bestimmt. Seit Wettbewerbsgründung 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Stifter Kurt A. Körber haben über 126.000 junge Menschen mit mehr als 25.000 Beiträgen an den Wettbewerbsrunden unter wechselnden Themenstellungen teilgenommen. Das aktuelle Thema, ausführliche Informationen und die Teilnahmebedingungen finden Sie auf der Homepage der Körber-Stiftung.

Schülerlandeswettbewerb "Erinnerungszeichen"

Jährlich schreibt das Haus der bayerischen Geschichte den historischen Schülerlandeswettbewerb „Erinnerungszeichen“ aus. Im Rahmen dieses Wettbewerbs werden Schülerinnen und Schüler dazu animiert, Geschichte und Kultur ihrer Heimat zu erforschen. Der Wettbewerb des Jahres 2013/2014 widmet sich dem Thema „Flussgeschichte(n)“. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage Erinnerungszeichen.