Projektvorstellungen

Projektvorstellungen

Grund- und Hauptschule

Kladbara – das deutsch-tschechische Geschichtenbuch

Einen grenzübergreifenden Beitrag stellt das deutsch-tschechische Geschichtenbuch „Kladbara“ dar. Gestaltet wurde es von Schülerinnen und Schülern der Grund- und Hauptschule Altenstadt, der Barbaraschule Amberg und deren tschechischen Partnerschulen, der Manesova-Schule  aus Stříbro und der Schule in Kladruby. Die rund 30 Geschichten des Buches wurden von Seniorinnen und Senioren des Kunstkreises im Maria-Seltmann-Haus Weiden illustriert.

Bei der Buchpräsentation des deutsch-tschechischen Geschichtenbuches im Seniorenzentrum Weiden im März 2005 konnte endlich das Geheimnis um „Kladbara“ gelüftet werden. Dagmar Krizova aus der 9. Klasse der Manesova Schule schrieb die Geschichte der geheimnisvollen Frau, die den Bergleuten in den Silberstollen des Mittelalters das Fürchten lernte. Vortrefflich illustriert wurde das Titelbild des Buches mit der Kladbara von Alexander Sax aus der 3. Klasse der Grundschule Altenstadt.

Gelüftet wurde durch Rebecca Hahn aus Altenstadt auch ein Oberpfälzer Geheimnis. Woher hat der Süßenloher Weiher, erbaut vom Pfalzgrafen Ottheinrich in der Renaissancezeit, seinen Namen? Die Lösung liegt in der Geschichte „Der traurige Wassermann im Süßenloher Weiher". Den Vodnik, Wassermann, gibt es in vielen Böhmischen Erzählungen. Und so lasen die Schülerinnen und Schüler der fünf Partnerschulen zur Freude der Zuhörer spannende und lustige Geschichten aus dem Buch vor, mal in deutsch, mal in tschechisch. Unterstützt wurde die Herausgabe durch den Förderkreis Deutsch-Tschechische Schulen, den Deutsch-Tschechischen Fonds in Prag und regionalen Sponsoren.

eTwinning: Zeitungsprojekt "Geschichte und Gegenwart"

Tschechische und deutsche Schülerinnen und Schüler aus Erkersreuth/Selb-Plößberg und Aš im Alter von 12 bis 14 Jahren haben virtuell und real ihre gemeinsame Geschichte entdeckt. Gemeinsamkeiten und Unterschiede haben sie in Bildern, Berichten und Filmen festgehalten. Aus dem gesammelten Material sind sukzessive eine gemeinsame Zeitung, Website und DVD entstanden. Detaillierte Projektbeschreibung.

 

Gymnasium

E-Port-Projekt

Die Gymnasien in Domazlice, Klatovy und Viechtach nehmen an dem EU/Interreg – Projekt  „e-Port-Lernen in Regionen“ teil.
Die drei Gymnasien haben sich zum Ziel gesetzt eine gemeinsame Landkarte mit regionalen geografischen und historischen Besonderheiten in den Regionen von Domazlice, Klatovy und Viechtach zu erstellen. Der Grundgedanke des Projekts gilt der Verstärkung der Zusammenarbeit über Grenzen hinweg.

Nachbarn: Fremde oder Freunde?

Tschechische und deutsche Jugendliche beschäftigten sich in zwei Seminaren mit Stereotypen und Vorurteilen gegenüber der jeweils anderen Nation. Gemeinsam interviewten sie Menschen aus drei Generationen an ihren Herkunftsorten und erstellten verschiedene Zeitungen, die sie später in einer Ausstellung präsentierten. Detaillierte Projektbeschreibung.

Adalbert Stifter - Spuren in die Gegenwart

Ein Schüleraustauschprojekt des Adalbert-Stifter-Gymnasiums in Passau und des Gymnasiums Česká in Budweis.

Die Schülerinnen und Schüler erkunden in drei Treffen verschiedene, für das Leben und Schaffen des Schriftstellers Adalbert Stifter bedeutsame Orte in Deutschland, Tschechien und Österreich. Während der gemeinsamen Bearbeitung von Aufgaben lernen sie einander und den gemeinsamen Kulturraum besser kennen. Detaillierte Projektbeschreibung.

Böhmerwaldunterricht

Schülerinnen und Schüler von zwölf Gymnasien aus dem Böhmerwald recherchieren nach alten Fotos ihres Wohnortes und seines Umlands und fotografieren dann das gegenwärtige Aussehen dieser Orte. Das Forschen in der Vergangenheit und die Beschäftigung mit der Gegenwart soll bei ihnen Interesse für die Region wecken, in der sie leben.

Die Ergebnisse der Schülerarbeiten werden in Form einer Publikation mit kommentierten „Photopaaren“, einer Webseite und eine Wanderausstellung präsentiert. Detaillierte Projektbeschreibung.

Zusammenleben von Tschechen und Deutschen in den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts

Schülerinnen und Schüler des Jan-Valerián-Jirsík-Gymnasiums in Budweis haben sich in den Schuljahren 2011/2012 sowie 2012/2013 im Rahmen eines speziellen Geschichtsseminar intensiv mit dem Zusammenleben von Tschechen und Deutschen in Südböhmen in den 1940er Jahren beschäftigt. Informationen gewannen sie hierbei vor allem aus Zeitzeugeninterviews, aus Ortschroniken und Archiven sowie aus der Fachliteratur. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist ein Sammelband, der online auf den Seiten des Gymnasiums zugänglich ist. Die Materialien sind jedoch lediglich auf Tschechisch. Der Band enthält Zeitzeugenerinnerungen, Auszüge aus Ortschroniken und aus der zeitgenössischen Presse. Zwei Kapitel widmen sich der Problematik der Volksgerichte und der Sammellager für Aussiedler. Die Schülerinnen und Schüler interessierten sich zudem für das Schicksal der Aussiedler nach ihrer Ankunft in Bayern. Die gewonnenen Erkenntnisse verarbeiteten sie ebenso in Form einer Wanderausstellung, die aus 11 Tafeln besteht. Nähere Informationen sowie die deutsche Version des Sammelbandes mit zahlreichen Zeitzeugenaussagen und Archivmaterialien erhalten Sie bei dem verantwortlichen Lehrer Vladímír Kojan.

 

Realschule

Spuren von Flucht und Vertreibung in Furth im Wald

Schülerinnen und Schüler der Realschule Furth im Wald haben Spuren der Vertriebenen in ihrer Stadt gesammelt und dokumentiert. Das Projekt mit dem Titel "Spuren von Flucht und Vertreibung in Furth im Wald" wurde im Schuljahr 2004/2005 beim Wettbewerb "Böhmen und mähr ..." des Bayerischen Ministeriums für Unterricht und Kultus mit dem ersten Preis ausgezeichnet. 

Ziel der am Projekt beteiligten Schüler aus der Realschule Furth im Wald war es, Spuren zu entdecken, die die Opfer von Flucht und Vertreibung nach 1945 in ihrer Stadt hinterlassen haben. Die Beiträge wurden von Schülerinnen und Schülern gesammelt und im Unterricht in Informationstechnologie in Form von Webseiten aufbereitet und präsentiert. Auf den Seiten findet man einen interaktiven Stadtplan mit verschiedenen Orten, deren Bedeutung und Bezug zum Thema Vertreibung in einer Legende erläutert und mit zeitgenössischen sowie aktuellen Fotos und Dokumenten ergänzt wird. 

 

 

Berufsoberschule

Infotafeln in Kvilda

Eine Zusammenarbeit der Fach- und Berufsoberschulen aus fünf Ländern.

An dem dreijährigen internationalen Projekt „Nationalparks“ im Rahmen des EU-Bildungsprogramms Comenius haben Schüler aus dem tschechischen Budweis, bayerischen Passau, slowakischen Bardějov, polnischen Gorlice und slowenischen Postojne zusammengearbeitet. Das Ergebnis ihrer Kooperation sind sieben Infotafeln in der Gemeinde Kvilda, die Böhmerwaldbesucher/innen über die Geschichte und Gegenwart der Gemeinde, die kirchlichen Bauten, eine ganze Reihe ökologischer Aspekte des Böhmerwald-Nationalparks und die örtlichen Fauna, Flora und Gewässer informieren. An der bayerisch-böhmischen Grenze in der ehemaligen Gemeinde Buchwald (Bučina) steht die siebte Infotafel. Diese informiert über die Geschichte der heute verschwundenen Ortschaft und die Entstehung, das Bestehen und den Untergang des sog. Eisernen Vorhangs. Eine Projektdokumentation mit Fotos kann man auf der Homepage der Schule in Budweis einsehen (nur Tschechisch).

 

 

Außerschulische Projekte

Miterlebte Geschichte - Tschechische und deutsche Studenten erinnern sich an ihre Kindheit im Kommunismus

Gibt es Unterschiede zwischen einer Jugend in der Tschechoslowakei und in der DDR? Wie wird mit diesem Erbe heute umgegangen? Diese und andere Fragen bewegten 25 Studenten aus Tschechien und Deutschland auf dem Seminar „Miterlebte Geschichte – DDR-Realität und Wende im deutschen Jugendfilm“ vom 4. bis 6. November 2005 im Begegnungszentrum Karl Klostermann in Pilsen. Organisiert und gefördert wurde dieses Projekt durch das Institut für Außenbeziehungen (ifa), die Robert Bosch Stiftung und die Jugend-Kontakt-Organisation JUKON. Detaillierte Projektbeschreibung.

step21 [Weiße Flecken]

Auf Initiative von „step21“ arbeiten Jugendliche aus Deutschland, Tschechien, Polen und Österreich an der bereits dritten Ausgabe der Zeitung „Weiße Flecken“, die journalistische Lücken aus der NS-Zeit zu füllen versucht.
16 Schülerredaktionen recherchieren lokalhistorische Ereignisse aus der Zeit des Nationalsozialismus bzw. der deutschen Besatzung, über die damals in der Presse gar nicht oder nur manipuliert berichtet worden ist. Aus den Ergebnissen ihrer Zeitzeugengespräche und Archivbesuche gestalten die Teams in gemeinsamer Redaktion eine neue Zeitung. Detaillierte Projektbeschreibung.

"Mal bayerisch - mal böhmisch – Geschichten, die Brücken bauen" Ein zweisprachiges Geschichtsbuch

Anlässlich der Landesausstellung Bayern und Böhmen in Zwiesel wurde das D-CZ Buch mit rund 50  Geschichten präsentiert, geschrieben von Lehrerinnen und Lehrern aus vier Ländern. Die Mehrzahl der vorkommenden Orte war im 14. Jahrhundert mit der Krone Böhmens unter Karl IV. verbunden. Viele der Lehrkräfte arbeiten seit zehn und mehr Jahren am Schulprojekt "Goldene Straße" engagiert mit oder begeisterten sich neu für dieses Thema. Detaillierte Projektbeschreibung.