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Die älteste Karte der Salzstraßen um Passau, 1520

Die älteste Karte der Salzstraßen um Passau, 1520

Die älteste Karte der Salzstraßen um Passau, 1520
Federzeichnung auf Pergament, teilweise koloriert.
Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung Nr. 18685.

Beschreibung der Karte
Die älteste Karte der Salzstraßen um Passau, entstanden während des Salzstreites zwischen Passau und Schärding um 1520. Dargestellt ist das ausgedehnte Straßensystem, das Böhmen, das Hochstift Passau und das österreichische Mühlviertel mit dem Innfluß als Salzanfuhrweg verband. Wir sehen auf dem Plan die Passau umgehenden und die von Passau ausgehenden Straßen mit Saumrössern und Planwägen, dann die Salzschiffe auf Inn und Donau, die Brücken, Überfahrtstellen und Zollstätten, aber auch die Zugehörigkeit der Straßen, Märkte und Mautplätze zu den verschiedenen Grundherrschaften, jeweils kenntlich gemacht durch Wappenbilder oder kurze schriftliche Hinweise. Vom Tor der Passauer Ilzstadt geht der „Gruebweg“ aus, der sich in die drei Straßen nach Prachatitz und Winterberg, sowie (über Bergreichenstein) nach Schüttenhofen und Klattau gabelt, während ein vierter Weg über Untergriesbach und Wegscheid ins Mühlviertel und weiter nach Südböhmen führt.
Quelle: Paul Praxl: Der Goldene Steig, Grafenau 1976, S. 14-15.

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Karte der Handelswege zu Wasser und zu Land im Umkreis der Flüsse Salzach, Inn und Donau

Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung, Pl. 11 100

Abriß des Fluß die Salza genannt, von Salzburg nach Burckhausen, von dannen des Innstroms bis Passau.
[Skizze des Flusses Salzach von Salzburg nach Burghausen, den Innstrom hinab bis Passau.]
Farbige Handfederzeichnung (auf Leinen aufgezogen), 83,5 x 45,5 cm, Verfasser unbekannt, zweite Hälfte des 16. Jhd.
Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung, Pl. 11 100

Beschreibung der Karte
Die nicht genordete Karte bildet die Flüsse Salzach, Inn und Donau ab. Im oberen Teil der Karte befindet sich die Salzach, die durch Salzburg fließt und bei Burghausen in den Inn mündet. In der Mitte der Karte sieht man am Zusammenfluss von Inn und Donau, die hier als der kleinere Fluss eingezeichnet ist, die Stadt Passau. Rechts der Stadt nehmen in Richtung Böhmen die drei Zweige des Goldenen Steiges ihren Lauf, gekennzeichnet durch beladene Saumpferde. Der oberste von ihnen ist der Bergreichensteiner Goldene Steig, der durch Grafenau führt.

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Plan des Wolfsteiner Grenzgebietes, 1593

Plan des Wolfsteiner Grenzgebietes, 1593
Quelle: Bayerisches Hauptschtaatsarchiv München, Plansammlung Nr. 5512.

Beschreibung der Karte
Plan des Wolfsteiner Grenzgebietes mit den drei nach Prachatitz, Winterberg und Bergreichenstein führenden Saumwegen im Wald, den Mautplätzen, Grainet, Hinterschmiding und Kreuzberg, mit Saumzügen, Grenzbrücken und Markzeichen. Kolorierte Federzeichnung auf Papier, die aus dem Jahr 1593 stammt und dem Passauer Hofmaler Leonhard Abent zugeschrieben werden kann. 

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Karte der erlaubten und verbotenen Wege nach Böhmen, nach 1608

Karte der erlaubten und verbotenen Wege nach Böhmen, nach 1608
Quelle: Staatliches Gebietsarchiv Wittingau (Třeboň), Zweigstelle Krumau (Český Krumlov), Oberamt Krumau, Plan II D Nr. 1

Beschreibung der Karte
Links der Kartenmitte befindet sich die Stadt Passau am Zusammenfluss dreier Flüsse. Alle drei sind deutlich zu sehen: Der größte in der Mitte ist die Donau, der obere Zufluss ist der kleinste, die Ilz, der untere größere der Inn. Stromabwärts mündet auch der Fluss Erlau in die Donau.

Vom heutigen Passauer Stadtteil Ilzstadt, auf der Karte Ylzstat genannt, nehmen die drei Zweige des Goldenen Steigs ihren Lauf. Sie führen nach Prachatitz (Prachatice), Winterberg (Vimperk) und Bergreichenstein (Kašperské Hory). Auf der Karte sind als Zielorte Parachatitz (auf der Karte Bracheditz genannt), Winterberg (Winderberg auf der Karte) und Klattau, wo die Verlängerung des Weges über Bergreichenstein endete.

Im oberen Teil der Karte ist der Böhmerwald als ununterbrochener Waldstreifen dargestellt. Im rechten oberen Teil der Karte sieht man das System der Handelswege, die Oberösterreich mit Budweis (České Budějovice) verbinden.

Am linken unteren Kartenrand steht der folgende Text geschrieben:
Die Blave Lini bedeutten den gulden Steig [Die blauen Linien stellen den Goldenen Steig dar] von Böham mit dem Chülbach [von Böhmen mit dem …]
die roten Linj den Schelperger Zuführn [die rote Linie die Zufuhr aus Schellenberg]
die schwartzen Linj sin Schliefweeg und verboten [die schwarzen Linien sind Schmugglerwege und verboten]

Diese Karte (Karte der erlaubten und verbotenen Wege nach Böhmen) und die Karte Tobias Volckmers von 1619 (Augenscheinlicher Abriß …) entstanden in geringem zeitlichem Abstand voneinander. Beide zeigen das Ergebnis des passauisch-bayerischen Salzhandelsvertrages von 1608, der einem mehrjährigen Salzhandelsstreit zwischen Bayern und Passau ein Ende setzte. Der Vertrag besagte, dass sich Bayern zugunsten Passaus aus dem direkten Salzhandel mit Böhmen zurückziehen musste. Im Gegenzug musste sich der Passauer Bischof verpflichten, das Salz, das für den Salzhandel über den Goldenen Steig nach Böhmen bestimmt war, ausschließlich aus bayerischem Besitz zu beziehen. Die hier blau eingezeichneten Zweige des Goldenen Steiges waren erlaubte Salzhandelswege nach Böhmen, die schwarz dargestellten Wege durften – aufgrund des Vertrages von 1608 – nicht für den Salztransport nach Böhmen genutzt werden.

Abschrift der meisten Beschriftungen auf der Karte als Textdatei

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Karte des Goldenen Steiges und anderer Wege in der Region

Augenscheinlicher Abriß, so vornemblich antrifft den gulden Steig, der Straß des Hallein, und dann die Strass durch die wilde Rannen mit dem Schölnberger Salz Uf Prachadiz und Pudtweis. Abgerissen durch Thobiam Volckmer Monats January Anno 1619
[Anschaulicher Überblick, der hauptsächlich den Goldenen Steig zeigt, die Straße von Hallein und dann die Straße durch (die Mautstation) Wildenranna mit dem Schellenberger Salz nach Prachatitz und Budweis. Gezeichnet von Tobias Volckmer im Monat Januar des Jahres 1619]
Farbige Handzeichnung (auf Leinen aufgezogen), 61 x 81 cm, Tobias Volckmer (1560 – 1624), 1619
Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung, Pl. 32.

Beschreibung der Karte
In der Kartenmitte befindet sich am Zusammenfluss von Inn, Donau und Ilz die Stadt Passau. Von Passau bzw. der Ilzstadt aus nach oben nehmen die drei Zweige des Goldenen Steigs ihren Lauf, in der Karte in gelber Farbe gekennzeichnet. Im unteren Teil der Karte sieht man die Städte Berchtesgaden, Schellenberg und Salzburg, von wo aus ein Weg in Richtung Budweis (České Budějovice) seinen Lauf nimmt.

Die Legende in der Kartenmitte besagt:
Gelbe Lini bedeitten den gulden Steig [Gelbe Linien stellen den Goldenen Steig dar]
Rotte Lini bedeitten die Schölnberger Zuefiehren [Rote Linien stellen die Schellenberger Zufuhren dar]
Schwarze seind Schlieffweg und verbotten [Schwarze sind Schmuggelwege und verboten]
Der Buchstab S. bedeit Salzpurgisch,
B. Bayrisch, P. Passauerisch,
Ö. Österreichisch, R. Rosenbergerisch,
N. Strittige Jurisdiction [N. Gebietszugehörigkeit des Orts umstritten]

Diese Karte Tobias Volckmers von 1619 und die ihr ähnliche Karte der erlaubten und verbotenen Wege nach Böhmen eines unbekannten Urhebers entstanden in geringem zeitlichem Abstand voneinander. Beide zeigen das Ergebnis des passauisch-bayerischen Salzhandelsvertrages von 1608, der einem mehrjährigen Salzhandelsstreit zwischen Bayern und Passau ein Ende setzte. Der Vertrag besagte, dass sich Bayern zugunsten Passaus aus dem direkten Salzhandel mit Böhmen zurückziehen musste. Im Gegenzug musste sich der Passauer Bischof verpflichten, das Salz, das für den Salzhandel über den Goldenen Steig nach Böhmen bestimmt war, ausschließlich aus bayerischem Besitz zu beziehen. Die hier gelb eingezeichneten Zweige des Goldenen Steiges waren erlaubte Salzhandelswege nach Böhmen, die schwarz dargestellten Wege durften – aufgrund des Vertrages von 1608 – nicht für den Salztransport nach Böhmen genutzt werden.

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Karte der Haupt- und Nebenwege des Goldenen Steiges, um 1683

Quelle: Staatliches Gebietsarchiv Wittingau (Třeboň), Zweigstelle Krumau (Český Krumlov), Oberamt Krumau, Plan II D Nr. 3.

Beschreibung der Karte
Die nicht genordete Karte zeigt das System von Haupt- und Nebenwegen auf böhmischen Gebiet. Auf der linken Seite befindet sich Prachatitz (Prachatice), rechts die Stadt Winterberg (Vimperk) und im unteren Bereich Strakonitz (Strakonice) und Wolin (Volyně).

Die dünne blaue Wellenlinie im oberen Bildteil stellt die Grenze dar. Die Wege, die in gelber Farbe eingezeichnet sind, sind erlaubte Wege. Schwarze und grüne Routen sind laut der Legende verboten bzw. sollen verboten werden.

Der Buchstabe W. bei einigen Orten bedeutet eine Zugehörigkeit zum Herrschaftsgebiet Winterberg, P. zu Prachatitz und C. zu Krumau (Český Krumlov). Die Ortschaften, in denen es ein Wirtshaus gibt, sind mit einem grünen Symbol gekennzeichnet. 

Karte des Passauer Fürstbistums und der benachbarten Herrschaftsgebiete

Landkartten Zuer sechen, Wie das Landt Bayrn, Böhmen, und Östereich, Mit dem Hochstüfft Passau an Gräntzten.
[Die Landkarte zeigt wie die Länder Bayern, Böhmen und Österreich an das Hochstift Passau grenzen.]
Farbige Handzeichnung (auf Leinen aufgezogen), 36 x 57 cm, Verfasser unbekannt, erste Hälfte des 18. Jhd.
Quelle: Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung, Pl. 4582

Beschreibung der Karte
Das Passauer Fürstbistum – das Gebiet, in dem der Passauer Bischof nicht nur geistlicher, sondern auch weltlicher Herrscher ist – ist auf der Karte in roter Farbe eingezeichnet. Gut sichtbar sind drei roten Linien, die die drei Zweige des Goldenen Steiges mit den Zielorten Prachatitz (Prachatice), Winterberg (Vimperk) und Bergreichenstein (Kašperské Hory) darstellen.

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Karte des Goldenen Steiges aus der Zeit um 1735

Karte des Goldenen Steiges aus der Zeit um 1735
Quelle: Oberhausmuseum Passau, Inventar-Nr. 3228

Beschreibung der Karte
Die undatierte, kolorierte Karte des Goldenen Steiges, die sich in den Beständen des Oberhausmuseums Passau befindet, stammt wahrscheinlich aus der Zeit um 1735. Der Grund für diese Datierung ist die eingezeichnete „Bachscheider Hütten“ (später Podschneider- oder Kubohütten genannt), die 1729 errichtet, jedoch 1736 bereits stillgelegt wurde. Außerdem wurden im Jahre 1735 im Süden der Winterberger Herrschaft viele Waldsiedlungen gegründet, die auf der Karte nicht eingezeichnet sind. Die Karte trägt in der unteren rechten Ecke die Beschriftung: „Lage Der Strase der sonst genanden goldenen Steiges von Passau in das Königreich Böhmen über Prachatiz auch Wintterberg etc.“ Der Zeichner der Karte war vermutlich der Passauer Hof-Ingenieur Joseph Haas. Der  obere Zweig des Goldenen Steiges nach Bergreichenstein ist nicht eingezeichnet, da er im 18. Jahrhundert seine frühere Bedeutung längst verloren hatte.

Quelle: Praxl, Paul: Eine Karte des Goldenen Steiges aus der Zeit um 1735. In: Ostbairische Grenzmarken 7, 1964/1965, S. 327-328.

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